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Massagen bei Depressionen

Massage gilt als eine der ältesten Behandlungsformen in der Geschichte der Menschheit. Massagen können entspannend/regenerierend oder auch anregend/belebend durchgeführt werden. Die Wirkung der Massage erstreckt sich von der behandelten Stelle des Körpers über den gesamten Organismus und schließt auch die Psyche mit ein. Die psychischen Wirkungen werden sowohl über die Berührung als auch über die Art der gegebenenfalls verwendeten Massageöle vermittelt.

Bereits seit längerer Zeit weiß man, dass Massagen die depressive Symptomatik positiv beeinflussen können. Verschiedene Studien belegen diese Effekte. Was passiert hierbei? Massagen, als manuelle Behandlungsform, wirken einerseits über die Berührung. Die Berührung, der Kontakt mit den Händen, unterstützt den depressiven Menschen dabei, körperliche Reize wieder mehr wahrzunehmen, wieder mehr zu fühlen. Zum anderen werden durch das verwendete Massageöl antidepressive Wirkstoffe über die Haut und über den Geruchssinn in den Körper, letztlich zum Gehirn gebracht. Hier gelangen wir in den Bereich der Aromaöl-Massage.

Die Aromaölmassage ist ein Teilbereich der Aromatherapie, die Aromatherapie wiederum ein Teilbereich der Phytotherapie (Heilpflanzenkunde). In der Aromaöl-Massage werden hochwertige Pflanzenöle in bestimmten Kombinationen genutzt. Die Zusammenstellung der jeweiligen Öl-Mischung sollte individuell nach der akuten Symptomatik des Patienten erfolgen, um den Zustand und den Bedürfnissen des Patienten so gerecht wie möglich zu werden. 

Die Behandlung von Depressionen (bei schweren Verläufen klinisch-stationär) erfordert ein multimodales Vorgehen aus Psychotherapie, Psychopharmakotherapie und ergänzenden Maßnahmen, z.B. Bewegungstherapie. Aromaöl-Massagen können als wertvolle Ergänzung in ein solches ganzheitliches Behandlungskonzept eingebettet werden.