Psychotherapie (HeilprG) Dortmund
Hochsensibilität, therapeutisches Boxen, manuelle Behandlungen

Neurodiversität und Neurodivergenz 


Neurodiversität ist der Überbegriff für natürliche Vielfalt menschlicher Gehirne und Nervensysteme, die aufgrund eben dieser Vielfalt unterschiedlich, anders funktionieren.


Neurodivergenz beschreibt den Zustand, wenn ein Mensch neurologisch, also zum Beispiel in der Wahrnehmung, der Informations- bzw. Reizverarbeitung oder auch im Denken von der sogenannten gesellschaftlichen Norm, also der, wenn  man so will, neurotypischen Masse der Gesellschaft abweicht.


Ganz grundlegend geht das Konzept der Neurodiversität dagegen von einer natürlichen, neuronalen Vielfalt in der Gehirnentwicklung aus, ohne diese Vielfalt bzw. Unterschiede als Störung oder als defizitär einzustufen.
Hierbei werden atypische – also von der neurotypischen Masse abweichende -  neurologische Entwicklungen als natürliche menschliche Unterschiede gesehen, als Normvarianten.


Welche Menschen zählen zu den sogenannten neurodivergenten Menschen?
Verschiedene Quellen nehmen in diesem Zusammenhang leicht unterschiedliche Zuordnungen vor. Zusammengefasst kann man festhalten, dass die meisten Quellen jedoch die folgende oder ähnliche Zuordnung vornehmen: 

AD(H)S (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung), Autismus-Spektrum-Störungen, Dyskalkulie (Rechenschwäche), Lern- und Entwicklungsstörungen, Lese- und Rechtschreibstörungen (LRS), Tic-Störungen, z.B. das Tourette-Syndrom, Synästhesie (Verknüpfung verschiedener Sinneseindrücke), Hochbegabung, Hochsensibilität.

Auch die Angaben zur Anzahl der Menschen mit Neurodivergenz schwanken: Meistens werden Angaben zwischen 14 und 20 Prozent gemacht.


Was können typische Missverständnisse, Probleme und auch Herausforderungen bei Neurodiversität bzw. Neurodivergenz sein?
Es kommt leider immer noch vor, dass neurodivergenten Menschen vorgeworfen wird, dass sie zum Beispiel dumm, unfähig, unnormal, behindert, schlecht erzogen oder verhaltensgestört seien.
Häufig wird – auch in Fachkreisen – stark auf mögliche Defizite geblickt und zu wenig auf Potentiale und Bedürfnisse.


Hier in die Praxis kommen primär Menschen - Erwachsene und Kinder - mit Hochsensibilität, durchaus auch mit Hochbegabung, gelegentlich Menschen mit AD(H)S ...
Wertvolle erste Schritte können ein Mehr an Wissen, bestimmte Testungen, eine Steigerung der Selbsterkenntnis, Selbsteinschätzung und auch Selbstakzeptanz als neurodivergenter Mensch sein.

Erfahrungsgemäß können sich in der therapeutischen Zusammenarbeit mit hochsensiblen und hochbegabten Menschen sowohl psychotherapeutische Methoden wie Gesprächstherapie, kognitive (Verhaltens-)Therapie, die tiefenpsychologische Sandspieltherapie und auch das therapeutische Boxen als hilfreich erweisen. Auch adjuvante manuelle Behandlungen in Form von Aromaölmassagen mit Heilpflanzen-Ölmischungen können durchaus wertvolle therapeutische Begleiter sein.


 
 
 
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